Cybergrooming: Was Eltern jetzt tun sollten
Wenn jemand online Kontakt zu deinem Kind sucht und es sich falsch anfühlt: Chat dokumentieren, keine sexuellen Bilder speichern, Polizei einschalten und erst nach Absprache mit ihr blockieren und melden.
Das kannst du jetzt tun
- Sprich ruhig mit deinem Kind. Sag ihm, dass es richtig war, sich dir anzuvertrauen, und dass es keine Schuld trägt.
- Dokumentiere den Chatverlauf: Profilname, Plattform, Datum, Uhrzeit und die Textnachrichten, zum Beispiel per Screenshot.
- Sind Bilder oder Videos mit sexuellem Inhalt dabei: Speichere sie nicht und mach keine Screenshots davon. Frag zuerst die Polizei.
- Wende dich an die Polizei: vor Ort, telefonisch oder über die Onlinewache. Frag dort, wie du die Beweise übergeben sollst.
- Blockiere die Person erst nach Absprache mit der Polizei und melde sie dann auf der Plattform. Jugendgefährdende Profile oder Inhalte kannst du zusätzlich bei jugendschutz.net melden.
- Hol dir und deinem Kind Unterstützung bei einer Beratungsstelle.
Bitte nicht
- Den Chat oder den Account deines Kindes löschen.
- Sexuelle Bilder speichern oder weiterleiten, auch nicht als Beweis.
- Die Person selbst konfrontieren oder dich als dein Kind ausgeben.
Hier meldest du dich
Onlinewache der Polizei
Anzeige online erstatten, wenn keine akute Gefahr besteht.
Wähle dort dein Bundesland. Ist es im Internet passiert, gilt das Bundesland, in dem du wohnst. Du kannst auch anrufen oder zu jeder Polizeiwache gehen.
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
Anonyme, kostenlose Beratung für Betroffene, Angehörige und Eltern.
Mo, Mi, Fr 9–14 Uhr · Di, Do 15–20 Uhr
jugendschutz.net
Verstöße gegen den Jugendmedienschutz oder jugendgefährdende Inhalte im Netz melden.
Gemeldet wird nur die Adresse (URL). Die Angabe deiner E-Mail ist freiwillig.